Eine Partnerschaft über so viele Jahre hindurch aufrecht zu erhalten und immer wieder mit Leben zu erfüllen, ist eine nicht ganz leichte Angelegenheit. Daher gab es in den zurückliegenden Jahren mehrfach Partnerschaftsbesuche vor allem in Piaui. Um die derzeitige Lage des Kolpingwerks im Nordosten Brasiliens vor Ort unmittelbar in Augenschein nehmen zu können, haben wir vom 20. -31.08.2009 mit 8 Teilnehmern erneut eine Partnerschaftsreise in den Nordsten Brasiliens durchgeführt. Diesem Besuch waren eingehende Gespräche mit dem Internationalen Kolpingwerk in Köln voraus gegangen. Ein wichtiges Ziel war es, möglichst viele Kolping-Standorte in Piaui, in Bahia und erstmals auch in Maranhao kennen zu lernen. Schwerpunkt war das Bundesland Piaui mit seinen 105 Kolpingsfamilien. Nach ersten Gesprächen in der Kolpingzentrale in Teresina bestand Gelegenheit, eine Vielzahl von Kolpingzentren zu besuchen, die z.T. mehrere 100 km voneinander entfernt liegen. Zusätzlich wurde Gelegenheit gegeben, bei Zusammenkünften mit verantwortlichen Bereichsleitern in Gesprächen Eindrücke über die derzeitige Situation zu gewinnen.
Bei den Besuchen und den Gesprächen konnte festgestellt werden, dass das Kolpingwerk in Piaui auf einem guten Weg ist. Die Aktivitäten in den Gemeinschaften sind beispielhaft. Das Werk Adolph Kolping wird hier in vorbildlicher Weise fortgesetzt. Die Kolping-Mitglieder helfen den Armen, wo sie nur können. Durch eine vorübergehende Aufteilung der Besuchergruppe war es möglich, in der kurzen Zeit sowohl die von der Flutwasser- Katastrophe betroffenen Kolpingsfamilien als auch erstmals einige Kolpingsfamilien im Nachbar-Bundesland Maranhao zu besuchen. Gemeinsam erlebte die Reisegruppe dann wieder die Situation des Kolpingwerkes im Bundesland Bahia. Auch hier überzeugte man sich von der guten Kolpingarbeit und der geplanten Weiterentwicklung. Inzwischen haben die Mitglieder der Reisegruppe in vielen Kolpingsfamilien über ihre Reiseeindrücke und die andauernde Notsituation im Nordosten Brasiliens berichtet

m Anschluss an die Generalversammlung des Intern. Kolpingwerks in Ungarn waren zwei Hauptverantwortliche aus dem Nordosten Brasiliens für fünf Tage im Diözesanverband Essen zu Gast. Dies war Anlass, mit der Hauptkoordinatorin des Nordostens, Bernadete Nunes, und dem Koordinator des Bundeslandes Piaui, Francesco Machado Santana wichtige Gespräche zu führen. Hieran wurden auch viele Partner-Kolpingsfamilien aus dem Diözesanverband beteiligt. So bestand insbesondere für Santana in Essen-Frillendorf Gelegenheit, den Partner-Kolpingsfamilien aus Essen über die derzeitige Situation in Piaui ausführlich zu berichten. Auch in Duisburg gab es nicht nur Besichtigungen, sondern gute Gespräche über die Situation der Menschen in der Armenregion und die erfolgreiche Arbeit des Kolpingwerks. Die Partner-Kolpingsfamilien aus Mülheim an der Ruhr ließen sich bei einer Schiffsfahrt auf der Ruhr nach Kettwig über Aktuelles aus Piaui informieren. In Gladbeck gab es sogar unter Pressebegleitung eine Werksbesichtigung und anschließend einen deutsch-brasilianischen Abend bei der Familie Kahlen aus Anlass der Goldenen Hochzeit verbunden mit einer großen Spende. Die letzten Gespräche fanden dann im Kolpinghaus Bochum und nach dem Besuch der hl. Messe in der Pfarrei Hl. Schutzengel in Essen bei einem Abschiedsbrunch statt.