
Seit Januar 2009 hat das Kolping-Bildungswerk Essen im Rahmen des Projektes MABiS.NeT eine Nachsorgestelle für Haftentlassene zur Unterstützung der beruflichen Integration eingerichtet.
Die MABiS.NeT Nachsorgestelle bietet individuelle und zielgerichtete Beratung für Haftentlassene. Oberstes Ziel nach der Haftentlassung ist eine Stabilisierung der Klienten, um das Risiko erneuter Straffälligkeit möglichst gering zu halten. Unsere Klienten werden, gemessen am jeweiligen Hilfebedarf, in sämtlichen Belangen unterstützt. Dies kann den Umgang mit Behörden, wie Arbeits- oder Sozialämter genauso betreffen, wie die Vermittlung an weiterführende Hilfsangebote. Darüber hinaus wird ein persönliches Profil des Klienten erstellt, um die Möglichkeiten, den Zugang in Arbeit finden zu können, auszuloten. Die Mitarbeiterinnen von MABiS.NeT versuchen in einem nächsten Schritt möglichst passgenau in Ausbildung oder Arbeit zu vermitteln. Wenn eine Vermittlung gelingt, werden die Klienten und Klientinnen, und auf Wunsch auch die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen weiter durch die Nachsorgestelle betreut, um Beschäftigungsabrüche zu vermeiden.
Welche Zielgruppe wird durch MABiS.NeT beraten?
Haftentlassene, die während der Haft eine berufliche Qualifizierung durchlaufen haben
Haftentlassene, die während der Haft eine Anbindung ans Sonderprogramm MABiS.NeT hatten
Die Beratung der Haftentlassenen richtet sich nach dem Prinzip des Ortes, in dem ehemalige Inhaftierte nach ihrer Haftentlassung ihren Lebensmittelpunkt verlegen. Das heißt, dass MABiS.NeT in Trägerschaft des Kolping-Bildungswerks Essen für ehemalige Inhaftierte im Ruhrgebiet zuständig ist. Dazu gehören die Bezirke der Agentur für Arbeit Essen, Bochum, Gelsenkirchen, Oberhausen, Duisburg, Recklinghausen und Wesel.
